Iran verschließt Atomanlage in Isfahan und bereitet sich auf US-Angriff vor


Neue Satellitenbilder zeigen hektische Bauarbeiten an Irans wichtigstem Nuklearstandort. Während Washington den Druck erhöht, versucht Teheran seine Anlagen zu verbarrikadieren. Experten warnen: Das Regime rechnet mit einem militärischen Schlag.

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Im Schatten diplomatischer Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten und Iran vollzieht sich im Zentrum des iranischen Atomprogramms eine beunruhigende Entwicklung. Hochauflösende Satellitenaufnahmen des Nuklearkomplexes Isfahan zeigen, dass das Regime mehrere Tunneleingänge mit großen Mengen Erde verschlossen hat. Was wie eine simple Baumaßnahme wirkt, ist in Wahrheit ein deutliches Zeichen wachsender Kriegsangst in Teheran.

Militärexperten, die die Bilder ausgewertet haben, kommen zu einer klaren Einschätzung. Die Islamische Republik bereitet sich offenbar konkret auf einen möglichen amerikanischen Luftangriff vor. Die Verschüttung der Eingänge soll zwei Ziele erfüllen: Zum einen sollen Explosionen im Inneren der Anlage abgeschwächt werden, zum anderen will man verhindern, dass Spezialeinheiten von außen Zugang zu hochangereichertem Uran erhalten könnten.

Das renommierte Institute of Science and International Security erklärte nach Sichtung der Aufnahmen, dass solche Vorbereitungen zuletzt unmittelbar vor früheren israelischen und amerikanischen Militärschlägen beobachtet wurden. Schon damals hatte Iran versucht, kritische Infrastruktur hastig zu sichern, um die Wirkung präziser Angriffe zu minimieren.

Die jüngsten Bilder zeigen, dass sowohl die mittleren als auch die südlichen Zugänge des weitläufigen Komplexes mit Erde aufgefüllt wurden. Selbst der nördlichste Eingang, der bereits über zusätzliche Schutzmaßnahmen verfügte, wurde weiter verbarrikadiert. Für Beobachter ist dies kein zufälliges Bauprojekt, sondern Teil einer systematischen Verteidigungsstrategie.

Jonathan Hackett, ein ehemaliger amerikanischer Geheimdienstoffizier mit jahrzehntelanger Erfahrung im Bereich militärischer Aufklärung, sieht darin einen klaren Beleg für eine umfassendere Vorbereitung. Die Aktivitäten in Isfahan seien nur ein Teil eines größeren Plans, um sowohl Nuklear- als auch Raketenanlagen vor einem möglichen Schlag der USA zu schützen.

Parallel zu den Arbeiten an der Atomanlage seien auch Einheiten der iranischen Revolutionsgarden landesweit in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden. Spezielle Bodentruppen würden wichtige Raketenstandorte absichern. Diese Maßnahmen folgen einer seit Jahren etablierten Militärdoktrin, die darauf abzielt, kritische Systeme dezentral zu schützen und im Ernstfall einsatzfähig zu halten.

Genau in diese Phase der militärischen Vorbereitung fallen auch die indirekten Gespräche zwischen Teheran und Washington. Während Diplomaten über neue Vereinbarungen verhandeln, verschärft sich gleichzeitig die Sicherheitslage. Die iranische Führung versucht einerseits, Zeit zu gewinnen, andererseits aber auch, sich auf das Schlimmste einzustellen.

Aus iranischen Regierungskreisen kamen zuletzt widersprüchliche Signale. Einige Funktionäre deuteten an, man könne bereit sein, Bestände an hochangereichertem Uran zu verdünnen, falls im Gegenzug alle Sanktionen aufgehoben würden. Außenminister Abbas Araghchi machte jedoch unmissverständlich klar, dass ein vollständiger Stopp der Urananreicherung für Teheran nicht akzeptabel sei.

Diese Haltung verstärkt in Washington den Eindruck, dass Iran nicht ernsthaft zu Kompromissen bereit ist. Genau deshalb wächst in den Vereinigten Staaten die Bereitschaft, militärischen Druck als Verhandlungsinstrument einzusetzen. Der Aufbau zusätzlicher amerikanischer Kräfte in der Region und wiederholte Warnungen an Teheran sind Teil dieser Strategie.

Dr. Lynette Nusbacher, eine ehemalige britische Geheimdienstoffizierin und erfahrene Sicherheitsexpertin, interpretiert die Arbeiten in Isfahan als bewusst sichtbare Botschaft an die USA. Iran wolle demonstrieren, dass man auf einen Angriff vorbereitet sei. Gleichzeitig signalisiere Washington mit großem militärischem Aufwand, dass man notfalls bereit sei, iranische Nuklearziele deutlich härter zu treffen als in früheren Operationen.

Tatsächlich haben vergangene Luftschläge gegen iranische Einrichtungen das Programm zwar verzögert, aber nie entscheidend gestoppt. Diese Erfahrung könnte nun zu einer wesentlich umfassenderen amerikanischen Vorgehensweise führen. Genau davor fürchtet sich die Führung in Teheran.

Für Israel sind diese Entwicklungen von zentraler Bedeutung. Jerusalem betrachtet das iranische Atomprogramm seit Jahren als existenzielle Bedrohung. Jeder Schritt, der Iran näher an eine militärische Nuklearfähigkeit bringt, wird in Israel als direkte Gefahr wahrgenommen. Die aktuellen Vorbereitungen in Isfahan werden deshalb mit äußerster Aufmerksamkeit verfolgt.

Sicherheitsexpertin Efrat Sopher von der Universität Haifa stellt eine entscheidende Frage: Was versucht Iran in Isfahan wirklich zu verbergen? Die massive Abschottung der Anlage deute darauf hin, dass dort Aktivitäten stattfinden, die das Regime unter allen Umständen schützen will. Dass man überhaupt mit einem Angriff rechne, sei an sich bereits ein aufschlussreiches Signal.

Während Teheran öffentlich behauptet, sein Atomprogramm diene ausschließlich friedlichen Zwecken, sprechen die Fakten eine andere Sprache. Die Anreicherung von Uran auf 60 Prozent, der Bau unterirdischer Anlagen und die jetzt beobachteten Schutzmaßnahmen passen nicht zu einem rein zivilen Projekt.

Am Ende bleibt die ernüchternde Erkenntnis, dass die aktuelle Krise nicht allein mit Verträgen zu lösen sein wird. Zu oft hat Iran in der Vergangenheit Abkommen unterzeichnet und gleichzeitig heimlich weiter aufgerüstet. Das grundlegende Problem liegt tiefer: Ein Regime, das seine Macht durch Unterdrückung im Inneren und Aggression nach außen sichert, wird kaum freiwillig auf sein gefährlichstes Druckmittel verzichten.

Viele Experten kommen deshalb zu einem bitteren Schluss. Eine dauerhafte Lösung der iranischen Nuklearfrage könne nur durch einen grundlegenden politischen Wandel im Land selbst erreicht werden. Solange die jetzige Führung an der Macht ist, werde sie immer wieder versuchen, den Weg zur Bombe offen zu halten.



Autor: Redaktion
Bild Quelle: Symbolbild: By Imagery from LANCE FIRMS operated by NASA"s Earth Science Data and Information System (ESDIS) with funding provided by NASA Headquarters. - https://firms.modaps.eosdis.nasa.gov/map/#d:2025-06-19;l:fires_all,earth;@51.82,32.57,14.00z, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=168339627

Artikel veröffentlicht am: Mittwoch, 11. Februar 2026

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